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Entlastungsstraße für Viehhausen

05.08.2016 In der Julisitzung gab der Gemeinderat ein deutliches Votum gegen den Bau einer Entlastungsstraße für den Ortsteil Viehhausen ab.

Grafik: Altmann Ingenieurbüro GmbH & Co KG
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Im Zusammenhang mit der Ausweisung von neuen Baugebieten mit insgesamt ca. 65 Parzellen hat die Gemeinde den Bau einer Entlastungsstraße für Viehhausen geprüft. Außerdem wurden die verkehrlichen Auswirkungen der Neubaugebiete berechnet und der mögliche Nutzen dieser Umgehungsstraße dargelegt.

 

Im Gutachten führt Herr Pressler aus, dass dieses Gebiet eine Verkehrsnachfrage von 430 Kfz pro Tag generieren wird. Dieses Verkehrsaufkommen wird verteilt über die Anbindung Ivostraße, Am Klosterfeld und Kreuzseestraße und wird dort das Verkehrsaufkommen erhöhen.

Von der Entlastungsstraße zur Kreisstraße R 37 würden vor allem die Straße „Am Klosterfeld“ und teilweise die „Ivostraße“ profitieren. Alleine die Kreuzseestraße würde aufgrund der Erschließungssystematik wenig bis gar nicht an der neuen Anbindung partizipieren. Die Abschätzung zeigt, dass die Umlagerungen infolge einer neuen Anbindung zur R 37 pro Tag von bis zu 650 Fahrzeugen frequentiert werden würde.

In Bezug auf andere verkehrsrelevante Straßen im Gemeindegebiet bedeutet dies ein vergleichsweise geringes Verkehrsaufkommen für eine Entlastungsstraße. Wie u.a. dem Verkehrsgutachten zu entnehmen ist, verteilt sich das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch das Baugebiet Klosterblick auch ohne Umgehungsstraße auf drei Straßen (Ivostraße + 60, Klosterfeld + 220 unter Kreuzseestraße + 150).

In der Gemeinderatssitzung wurde die technische Prüfung der möglichen Umgehungsstraße vorgestellt. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 2,2 Mio. €, ohne Grunderwerbskosten. Für die Straße würde eine Fläche von ca. 16.000 m² benötigt werden. Des Weiteren gibt es im Zusammenhang mit der Genehmigung gewisse Hürden, da sie durch ein Wasserschutzgebiet der Zone II und durch Biotope führt. Auch der starke Steigungsgrad mit 12 % liegt weit über dem Richtwert (8 %). Dazu kommt die schwierige Anbindung an die vorhandene Kreisstraße R 37 (Innenkurve). Dazu müsste in Fahrtrichtung Kelheim Gelände weggenommen werden, um das notwendige Sichtdreieck frei zu machen.

 Anzumerken gilt noch, dass die Gemeinde mit dem Vorhaben, die Engstelle in der Rosenbuschstraße zu erweitern, auf einem guten Weg ist. Es liegen alle erforderlichen Zusagen zum Grunderwerb vor. Mit dem ersten Teil (Abschnitt Listl, Wagner und Kastenmeier) wird dieses Jahr mit dem Straßenbau begonnen.

 Aufgrund der hohen Kosten, der hohen Eingriffe in Natur und Umwelt, sowie zu der, mit 650 Fahrzeugen im Vergleich zu anderen Straßen, niedrigen Verkehrsbelastung hat der Gemeinderat entschieden, vom Bau einer Entlastungsstraße vorerst Abstand zu nehmen. Die Darstellung im Flächennutzungsplan bleibt bestehen, falls es noch eine weitere bauliche Entwicklung in dem Bereich von Viehhausen geben sollte.

 

 

Kategorien: Rathaus